Portrait Sophie Hunger

Bild: Sophie Hunger

Bild: Sophie Hunger

Sophie Hunger (* 31. März 1983 in Bern; eigentlich Emilie Jeanne-Sophie Welti) ist eine Schweizer Sängerin, Songwriterin und Filmkomponistin, die auch Gitarre und Klavier spielt.

„Supermoon“
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Erscheint am 24. April 2015

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Sophie Hunger wuchs mit zwei älteren Geschwistern in Bern, London, Bonn und Zürich auf. In Zürich bestand sie am Literargymnasium Rämibühl im Herbst 2002 die Matura. Im Anschluss begann Hunger ein Studium mit den Fächern Germanistik und Anglistik.

Sophie Hunger ist die Tochter von Philippe Welti, Enkelin von Arthur Welti, Großnichte 2. Grades von Albert J. Welti und Urgroßnichte von Albert Welti.

Als Kind hatte Sophie Hunger für einige Zeit Klavierunterricht. Ihr Vater hörte viel Jazz und Punk, so dass sie früh mit diesen Musikrichtungen in Berührung kam. Über ihre Mutter lernte sie diverse Volkslieder kennen. Hunger hatte wechselnde Vorlieben, begeisterte sich als Jugendliche für Hip-Hop und Rhythm and Blues, später Rockmusik und entdeckte als junge Erwachsene Country, Bluegrass und Folk.

Zwischen 2002 und 2006 war Hunger Gastsängerin bei dem Projekt „Superterz“, sie ist auch auf dem 2006 veröffentlichten Album Standards zu hören. Ab 2004 war Hunger zudem als Sängerin Mitglied in der Indie-Rock-Band Fisher, die sich 2007 auflöste.

Im September 2006 veröffentlichte Sophie Hunger im Eigenvertrieb ihre erste CD Sketches on Sea, die sie selbst zu Hause aufgenommen hatte. Für diese Veröffentlichung wählte sie erstmals den Künstlernamen Sophie Hunger, der aus ihrem zweiten Vornamen sowie dem Geburtsnamen ihrer Mutter zusammengesetzt ist. Die Aufnahme fand bald grosse Beachtung, bereits im Mai 2007 spielte Hunger als Vorband von Stephan Eicher im Bataclan in Paris und trat im Juli am Schweizer Montreux Jazz Festival als Gast mit Raphelson und John Parish auf. Im August und September folgten internationale Konzert-Tourneen mit dem Erik Truffaz Quartett und der Band The Young Gods. Begleitet wurde sie dabei von Michael Flury (Posaune), Christan Prader (Flöte, Klavier, Gitarre) und Evelinn Trouble (Chor).

Bereits vor Veröffentlichung ihres ersten Albums wurde Hunger von Regisseur Micha Lewinsky angeboten, eine Rolle in seinem Film Der Freund anzunehmen. Sie lehnte zunächst ab, bot aber an, die Filmmusik zu komponieren. Lewinsky nahm das Angebot an, Hunger schrieb zusammen mit Michael Vaid (Superterz) den Soundtrack, im Gegenzug übernahm Hunger die von ihm vorgeschlagene Nebenrolle. Der Freund wurde im Januar 2008 veröffentlicht.

Zwischen Januar und Mai 2008 nahm Sophie Hunger ihr erstes Studioalbum Monday’s Ghost in den ICP-Studios in Brüssel und im Studio du Flon in Lausanne auf. Produziert wurde dieses Album von Marcello Giuliani (unter anderem Erik Truffaz Quartett), der auch den Bass-Part übernahm. Massgeblich beteiligt waren ausserdem Posaunist Michael Flury, Multi-Instrumentalist Christian Prader und Schlagzeuger Alberto Malo. Im Juni 2008 nahm die französische Abteilung von Universal Music Jazz Sophie Hunger unter Vertrag.

Mit ihrer Band, die bis auf Balz Bachmann, der Giuliani am Bass ersetzte, der Studiobesetzung entsprach, spielte Hunger am 6. Juli 2008 beim Schweizer Montreux Jazz Festival in der ausverkauften Miles Davis Hall.

Am 10. Oktober 2008 wurde Monday’s Ghost über den kleinen Vertrieb Irascible in der Schweiz veröffentlicht, das auf Anhieb Platz 1 der Schweizer Hitparade erstürmte. Später wurde das Album mit Platin ausgezeichnet. Im Februar 2009 erschien das Album über Universal Jazz in Frankreich, Deutschland und Österreich. Hunger gewann den SwissAward 2010 in der Kategorie Show.

Im Herbst 2008 verliess Schlagzeuger Albert Malo die Band, er wurde durch Julian Sartorius ersetzt, welcher 2010 die Band wieder verliess um sich kleineren Projekten zu widmen. 2010 gehörte der Musiker Dominik Chansorn zur Band, dies aber nur für wenige Konzerte. 2011 ist Alberto Malo zur Sophie Hunger Band zurückgekehrt.

Im August 2009 begann Hunger in Paris mit der Arbeit an ihrem zweiten Studioalbum 1983, welches sie mit Hilfe von Toningenieur Stéphane Alf Briat (u.a. Phoenix, Air) selbst produzierte. Zu den Highlights der 1983-er Tournée 2010 gehörte die Einladung ans Glastonbury Festival, wo Hunger als erste Schweizer Band der Festival-Geschichte auftrat. Von Bedeutung sind überdies die Einladung ans Montreal Jazz Festival. Hungers Auftritt vor vollem Haus im Cigale in Paris und ein abermals ausverkauftes Konzert in der Miles Davis Hall beim Schweizer Montreux Jazz Festival. Auch 1983 war in der Schweiz sofort auf Platz 1 der Charts – in Deutschland und in Österreich platzierte sich das Album im hinteren Mittelfeld der Top 100. Die Auskoppelung „Le vent nous portera“ (Cover der französischen Band „Noir desir“) wurde 2011 im Kinofilm „Terraferma“ und zwei Jahre später im französischen Drama „Les Beaux Jours“ von Fanny Ardant als Soundtrack verwendet.

Neben ihrer musikalischen Tätigkeit tritt Hunger auch schreibend in Erscheinung. Sie verfasste unter anderem für Die Zeit im Jahre 2009 Kolumnen, bei denen sie sich in Christian Seraphin Jenny verwandelte, der in der Zeitung steckt und die Welt daraus erblickte. Für etliches Aufsehen sorgte ihr fiktionaler Bericht über die Salzburger Festspiele 2010, den sie in Form eines Briefes an den verstorbenen Thomas Bernhard gestaltete und der in der Folge kontrovers kommentiert und diskutiert wurde. In der „Zeit online“ berichtete Sophie Hunger über ihre Amerika-Tournee, die sie Ende Oktober 2011 startete.

Musik

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